Fahrerberichte

Bericht von Dennis - erste Fahrt

"Nachdem die Organisation von Montag bis Mittwoch von 07:00 bis 20:00 Uhr uns alle beschäftigt hat, die anderen Organisatoren und ich viele Gespräche sowie Telefonate geführt haben, konnten wir am Donnerstag um 05:30 vom Bauhof in Aumühle mit unserer Tour starten. Die Stimmung war ausgesprochen gut, der Tatendrang in der gesamten Crew unübertreffbar. Wir hatten uns verständigt, während der Hinfahrt, nach Möglichkeit, im Konvoi zu bleiben, damit wir den LKW nicht allein lassen. Kontakt halten konnten wir durch Funkgeräte unddie Mobiltelefone der Beifahrer. Während der ersten Stunden Fahrt klingelten alle paar Minuten das Telefon mit Spendenanfragen, Glückwünschen, Informationen und weiteren Anfragen, ob nicht schon für die nächste Tour gespendet werden kann.

Gegen Mittag traf sich die Fahrergruppe auf einem Rasthof, um eine Lagebesprechung abzuhalten. Dort wurden dann auch die wichtigsten Rückrufe erledigt. Das Highlight, welches uns dort erreichte war dieZusage der "Buhk Stiftung" durch Britta Buhk, welche uns über die Stiftung mit 5000€ unterstützen möchte.

 

Auch durch die Amtsdirektorin vom Amt Hohe Elbgeest, Fr.Lehmann, wurden uns Glückwünsche überbracht.

Angekommen in Polen haben wir uns, nach einer kurzen Pause, mit dem Mautsystem befasst und sind dann im lockeren Verbund "auf nach Warschau" gefahren. Das Fahrzeug mit den Medikamenten hat dann kurz vor Warschau die Führung übernommen und hat 30 Minuten vor den anderen das Ziel in einer geschlossenen Wohnanlage erreichen können.

 

Die Ankunft:

 

Uns eigentlich nur aus dem Fernsehen bekannt, war unsere Zieladresseeine geschlossene Wohnanlage am Rand von Warschau, wo uns unsere Kontaktperson erwartete. Nach einem kurzen und sehr emotionalen Gespräch haben wir uns auf folgenden Ablauf geeinigt: Die Transporter mit den Hilfsgütern, sowie der LKW, werden in der Wohnanlage ausgeladen, die Hilfsgüter, bis zum Weitertransport zu den Aufnahmelagern in Warschau (am Freitag um 09:00), in den Garagenden Bewohner abgeladen. Das Fahrzeug mit den Medikamenten und Sonderwaren, welche direkt in die Ukraine weitergeleitet werden sollte eine Stunde später, an einem anderen Ort, umgeladen werden. Damit lief die Zeit, denn die Fahrer für den Transport in das Kriegsgebiet hatten einen engen Zeitplan. Das Ausladen der Hilfsgüter glich einem Wettkampf, mehr als 20 Anwohner, gefühlt die ganze Wohnanlage, halfen bei der Aktion mit, so dass alle Transporter in weniger als 30 Minuten bereits wieder leer waren,

 

beispiellos diese Hilfsbereitschaft.

 

Es blieben nur noch der LKW und die Medikamente.

Während die Fahrercrew mit Tee und Kaffee versorgt und der LKW ausgeladen wurde, startete das Fahrzeug mit den Medikamenten zu dem nächsten Ziel.

 

Die einmal im Leben wie ein Geheimagent Aktion:

 

Plötzlich kam unsere Kontaktperson auf mich zu und erklärte wir müssten sofort mit den Medikamenten los, da das Zeitfenster sich schließen würde, daher ließ ich den Rest des Teams zurück und machtemich mit einer kleinen Gruppe auf den Weg, über Nebenstraßen und eine abenteuerliche Fahrt durch ein Waldgebiet ohne Scheinwerfer ging es, an etlichen Polizeiabsperrungen vorbei, zu einem unbekannten Ziel. Zwischendurch wurde noch an einem kurzem Halt eineweitere Person bei unseren Kontaktleuten aufgelesen. Die Tatsache, dass uns Absperrungen geöffnet und wir überall durchgewunken wurden und wir etliche rote Ampeln passieren konnten, ist schon sehr abenteuerlich, ebenso wie die Ankunft am Verladeplatz, ein verlassenes Feld, irgendwo im Nirgendwo. Ich bekam die Anweisung mein Fahrzeug rückwärts an den dunklen Transporter der anderen Crew heranzufahren und alles an Licht auszuschalten, da die Befürchtung bestand, die Aktion könnte von „Spionen“ beobachtet werden. Die zuletzt hinzugekommene Person stellte sich als Ärztin heraus, welcheeine Durchsicht der Medikamente vornahm und diese nach den beiden Zielorten sortierte. Bei der Sortierung kamen der Ärztin die Tränen und sie verlange sofort nach einem Telefon und sprach dann sehr aufgeregt mit einem weiteren Arzt, direkt in der Ukraine. Die Verständigung bis jetzt lief auf Deutsch und Englisch mit ein paar Brocken Polnisch, brach dann aber komplett zusammen und nachdem meinen Kontaktpersonen nach einigen Minuten aufgefallen ist, dass ich leider kein Ukrainisch verstehe, wurde ich dann über den weiteren Ablauf aufgeklärt. Da unsere Lieferung deutlich hochwertig war und darüber hinaus dringend benötigt wurde, haben die Ärzte untereinander die Ladung neu aufgeteilt und 2 Transporter haben sichdirekt nach dem Umladen auf den Weg in die Ukraine gemacht, jedoch nicht ohne sich vorher sehr emotional „bei allen Deutschen“ zu bedanken. Auch haben sich 2 der Fahrer als Ukrainische Kämpfer bei mir zu erkennen gegeben.

Nach dieser agentenreifen Situation, die an Adrenalin kaum zu überbieten war, wurde ich, nach einem kurzen Gespräch mit dem Rest unserer Crew, noch zu dem Haus der Ärztin gebracht, wo ich mit Tee und „alles was Du willst“ versorgt werden sollte.

Zwischenzeitlich hatte sich der Rest unseres Teams darauf geeinigt, die Rückfahrt antreten zu wollen, auch wenn bereits für uns alle einHotel und/oder private Übernachtungen von mehreren Stellen organisiert waren.

Ich traf mich dann mit dem Rest der Fahrerinnen und Fahrer am Rand von Warschau und wir machten uns auf den Rückweg.

Der LKW war zu diesem Zeitpunkt bereits unterwegs. Auf der Rückfahrthaben wir beschlossen, den Verbund aufzugeben und uns nur zwischendurch auf dem Laufenden zu halten. Nach vielen Stunden Fahrthaben alle Transporter gegen 06:00 am Freitag wieder in Aumühle halten können und die Fahrer konnten zum erholsamen Schlafen gehen. Die letzte Aufregung war vorbei als gegen 09:30 dann auch der LKW seine Ankunft vermelden konnte.

 

Alles zusammen war eine unglaubliche emotionale Aktion, die ohne dieMithilfe aller Spender, Helfer, Freunde und Familien eine beispiellose Aktion darstellt, besonders aufgrund der kurzen Zeit zur Vorbereitung. Mein persönlicher Dank geht an alle die, egal in welcher Form, zu dieser Aktion beigetragen haben und gezeigt haben wie eng die Gemeinschaft in Aumühle und Wohltorf zusammenhalten kann. Danke euch Allen!!! "

Bericht von U. - 1. Fahrt 

28.2. Aufruf zur Spendenaktion bekommen.

1.3. Spenden zum Bauhof gebracht. Fahrer wird gesucht. Gemeldet, genommen. 

2.3. Klar mit wem ich fahre. Kontakt bzgl. Impfvoraussetzungen. Lösung gefunden.

3.3. 5:00 Abfahrt nach Warschau. 

Hierzu steht alles gut bei www.Gemeinsam-gutes-tun.com. Beim Ausladen wurde „You never walk alone“ gesungen. 

 

4.3. 

3:00 Hans-Jörg und ich machen eine Pause. Ein Hamburger Bulli steht mit geöffneter Tür neben uns. Wir sehen eine Familie mit Vater, Mutter und 2 Kindern. Die schmale Frau  schaut heraus mit braunen Augen und einem Blick, der sich in mein Herz bohrt. Starr und traumatisiert sind die Erklärungen, die ich erst bei der Weiterfahrt dafür finde. 

6:00 Wohlbehalten, erschöpft und erfüllt wieder vor Ort.

15:00    Abfrage wer einen Mehrsitzer hat um eine Familie von der Grenze zu holen. Ich bekomme von Freunden sofort ihren Bulli gestellt. Andere waren schneller. Einer „unserer“ Fahrer sitzt schon am gleichen Abend mit Freund im Auto und holt Familie. Ich stelle „meinen“ Bulli in unserer und einer befreundeten Gruppe in NRW zur Verfügung. 

 

5.3. 

9:00 Anruf von Freund in NRW. Steht Dein Angebot? Ja. Wann kannst Du los. Jetzt. Axel bringt das Auto. Wir fotografieren es, damit die Familie das Auto erkennt und sicher ist, dass sie richtig sind.

9:30 Abfahrt nach Breslau HBF um 3 Kinder, 2 junge Frauen, Oma und Opa und Hund zu holen. Frage nach Beifahrer stellt sich nicht, sonst würde die Familie auseinander gerissen.

14:40 Polen, Baustelle, ich überfahre fast einen Hund, der ausgesetzt scheint. Kann nicht anhalten um ihn mitzunehmen. Das nimmt mich mit.

15:00 Planänderung. Die polnische Familie, welche die Familie direkt von der Grenze abholt hat Probleme mit dem Auto. Frage, kannst Du nach Katowic kommen. Ja!

18:30 Ankunft Katowic. Monica bittet mich in ihr Heim und erklärt mir aufgeregt weitere Verzögerungen. Sie bietet mir ein liebevoll bezogenes Bett ihres Sohnes sowie Essen und Trinken. Ich will nicht zur Last fallen, nach kurzem Telefonat mit meinem Vater nehme ich aber an.

23:30 Die Familie steigt wohlbehalten in Katowic aus dem Auto. Ich verlasse nach Powernapping die Wohnung um Platz zu machen.

 

6.3.

01:30 Abfahrt aus Katowic. Polizeikontrolle. Mir rutscht das Herz in die Hose – kommt gleich wieder raus. Alkoholkontrolle. Bestanden. Weiter.

04:00 Deutschland! Meine MitfahrerInnen sind überglücklich.

08:40 Spenge. Ich ziehe mich heulend hinter das Auto zurück, während die weinende Alona, ihre weinende Familie in Empfang nimmt.

Spritgeld lehne ich ab, da diese Fahrt von meiner Familie finanziert wurde. Sie werden es für die Versorgung von 7 weiteren Personen sicher brauchen.

Da kommt der kleine 7-jährige Junge auf mich zu, verbeugt sich und sagt:“Spasiba“ – ich lächel nur – schnall einfach nix. Erst wieder im Auto fange ich wieder an zu heulen und bin traurig, das ich ihn nicht in den Arm genommen habe und dieses Danke entsprechend gewürdigt habe.

9:00 Ich schlafe bei meiner Familie, fahre später weiter.

15:00 2000 km sind geschafft. Ich danke meinen Freunden, und meiner Familie, die das möglich gemacht haben. Die einen haben das Fahrzeug gestellt, andere waren in dieser Zeit für meine Tochter, wieder andere für meinen Hund da.

Danke an mein KFZ-Unternehmen, welches die kaputte Tür als Spende repariert hat. Nun kann es wieder losgehen.

Bericht von U. - 2. Fahrt

09.3. 

8:00     Treffen mit Dennis am Bauhof. Ein Schild mit Nina und Herzchen ist hinten im Auto angebracht, Decken, Kissen und Wasser für eine Mutter mit Kind und Katze sowie eine weitere Familie im Auto.

Wir packen den Bulli mit Hilfsgütern und Medikamenten, bin froh, das ich noch was sehen kann.

 

9:15    Oha, in der Anzeige des Autos leuchtet eine Spirale und es fährt nur noch 100kmh. Ich melde mich bei meinem Kfz-Unternehmen, die gehen sofort ran Fazit: anhalten, ausmachen, anmachen, weiterfahren, sollte funktionieren – funktioniert. Ich informiere die Besitzer des Autos und Dennis – der soll es mal nicht weitersagen, wer macht sich schon gerne Sorgen um das Fahrzeug. Eine liebe Frau, die auf die Flüchtlinge wartet ist im Fahrerchat ;-). 

 

10:00 Info katholischen Kirche in Reinbek, dass wir die Familie, von der wir heute erst erfahren haben in Reinbek unterbringen können. Was für ein Segen. Es ist – sagen wir „Kaiserwetter“, ich sehe Kraniche auf den Wiesen.

 

11:00    Runter von der Autobahn. Bei Spritpreisen von 2,50 Euro pro Liter verliere ich lieber Zeit – ist nicht von großem Erfolg gekrönt, aber wir wollen sorgsam mit den Geldern der Spritpaten umgehen. Nun gilt es zu taktieren um so viel Diesel wie möglich in Polen tanken zu können.

 

12:00    Wie machen die Polen das. Hier sind die Spritpreise dieselben wie vor 2 Wochen – aber es gibt pro Fahrzeug nur 50 Liter. Dann wird automatisch abgestellt. Gut dass ich das von „unseren“ anderen Fahrern weiß. Also taktisches Geschick um nicht in Treibstoffnöte zu geraten.

Es macht mir etwas Angst, dass hier Menschen umhergehen die an das Fahrzeug kommen und mir Parfum verkaufen wollen. Dieses Mal Pfefferspray eingesteckt, da ich alleine bin. Habe es genau im Auge. Brauche ich nicht, nach freundlichem Kopfschütteln geht der Herr weiter. 

 

14:00    Spirale leuchtet – bin „alter Hase“ bei dem Problem. Warnblinker, rechts ran, an, aus, läuft, weiter. Die „Bahn“ ist frei, das Wetter ist schön – die Kilometer fahren sich fast von allein.

 

15:00    Anruf von Andrew. Hat von unserem Spritpatenspendenaufruf gehört. Er bekommt mitdas ich unterwegs bin. Sagt spontan die Kostenübernahme für diese Tour zu. Das ist ein Segen, finanziell war sie nicht komplett gesichert.

 

16:30    Warschau – Feierabendverkehr – Stau.

 

16:40    Fast Herzinfarkt erlitten. Stehe im Warschauer Stau, hochkonzentriert weil gleich da. Da klopft es an meine Scheibe AAAAAAH. Es ist meine Kontaktfrau in Polen – Gott sei Dank kenne ich ihr Gesicht. Sie hat das Schild am Auto gesehen und gesehen, dass ich falsch fahren wollte. „Röchel““Freu“. Wir fahren in eine Wohnanlage.

 

17:00    Jetzt muss ich an Dennis Bericht der ersten Tour denken. Wie von Geisterhand kommen drei Fahrzeuge in die Wohnanlage. Eine Ärztin checkt die Inhalte der Kartons und verweist diese in verschiedene Fahrzeuge. Aufregung, Eile, der Zug nach Kiew fährt gleich. Morgen fährt keiner und wann überhaupt ist unsicher.

Restlichen Kisten mit warmer Kleidung, Schlafsäcken und Babynahrung kommen in private Garage, werden geholt.

 

17:30    In der Wohnung treffe ich meine mitreisende Mutter mit Sohn und Katze. Die andere Familie hat sich anders entschieden, ist nicht da. Große Enttäuschung meinerseits. Anruf in Reinbek Wohnungsabsage. Versprechen von Dennis und Nina sich um Mitreisende zu kümmern. Nehme die angebotene Gastfreundschaft lockerer an als auf meiner letzten Tour, lege mich ins Gästezimmer und versuche zu schlafen. 

 

18:30    Komme nicht zur Ruhe, stehe auf, frage nach Mitreisenden. Ist nichts geworden. Mir fällt Monica ein. Sie und ihr Mann haben das letzte Mal eine Familie nach Katowic gebracht und war dort mein Kontakt. Ich rufe sie an. Sie telefoniert mit ihrem Mann in Warschau. Nichts, aber eine genaue Beschreibung für eine Anlaufstelle von Flüchtlingen. Ich frage Nina, ob sie mich begleitet, möchte die Sicherheit für meine bisherigen Mitreisenden und mir nicht gefährden. Kann die Sprache ja auch nicht.

 

19:00    Nina hat erst letzte Nacht unsere Mitreisenden um 3:00 Uhr vom Bahnhof abgeholt, sieht todmüde aus und warnt mich, es sei „very emotional“ auf dem Bahnhof“ because of the women with baby´s and so on“. Egal!

Immer noch „rush hour“ wir kommen nur langsam vorwärts.

 

20:00    Bahnhof Warschau: Es ist zum heulen… Die Polizei und Helfer versuchen das Chaos zu verwalten, sind freundlich und hilfsbereit. Wir sprechen viele Menschen an. Verschreckte Gesichter. So geht es nicht, wir schreiben ein Schild Hamburg! Nina erklärt mir, dass die Menschen Angst haben mit mir mitzufahren – jetzt denke ich an die Erzählungen unseres Fahrers beim letzten Treffen. 

Dort wo viele Frauen und Kinder sind, verschwinden selbige und sind einfach weg! 

Wir sind dabei aufzugeben und zum Ausgang zu gehen, Ninas Blick schweift weiter umher. Sie spricht eine kleine Gruppe mit Gepäck an. Die alte Frau fängt sofort an zu weinen als sie Hamburg hört, die Augen des Mädchens leuchten. Die Mutter kann Englisch und sagt ja. Sie haben noch einen kleinen Hund dabei. Wir liegen uns erst einmal in den Armen. Kurz darauf wird klar sie müssen nach Mölln! Das nenn ich mal Fügung!

 

21:30    Unsere anderen Mitreisenden schnattern sofort mit den „Neuen“. Abschied von Nina, ab auf die Autobahn. 

Kontaktaufnahme mit Sveta aus Mölln, dort möchten unsere drei hin. Sie ist vor lauter Weinen zunächst fast nicht zu verstehen. Dann wird klar, sie warten schon 7 Tage auf die Frauen.

 

01:00    Grenze – Deutschland.

 

02:00    Berlin. Aufgrund der einsetzenden Anstrengung steigt die Pausenrate. Meine Mitreisenden schauen kaum noch hoch, schlummern „einfach“ weiter. Sie fühlen sich offenbar sicher, das berührt mich und ich heule erst mal vor mich hin. Mit Gospelmusik, die ich ununterbrochen höre (ich hatte meine Mitreisenden dieses Mal gewarnt, wenn ich hin- und herwippe und den Mund immer so aufreisse werde ich nicht langsam bekloppt, sondern tanke lautlos singend Kraft) weiter.

 

4:30    Mölln. Sveta steht an der Strasse und wartet in der Kälte. Ihr Angebot auf Kaffee, Brote o.ä. lehne ich freundlich ab, meine anderen Mitreisenden wollen ja auch ankommen. Eine Verabschiedung mit dem Wissen, das wir sogar den gleichen Zahnarzt haben und uns alsbald wiedersehen wollen folgt. So eine Dankbarkeit, das macht mich dankbar!

 

5:15    Abschied von meinen anderen Fahrgästen in Reinbek, die ebenfalls sehnsüchtig erwartet werden. 1700 km und 24 Stunden später schlafe ich demütig und dankbar ein.

 

O-Ton von Sveta am nächsten Morgen:

Liebe… Du und Nina, ihr seit unglaublich! Ich bin nicht gläubig, aber in den letzten Stunden glaube ich an Gott – und er ist weiblich! Du hast unsere Frauen gerettet. Vom Herzen Danke, von uns allen, kommt gut und sicher an. …

 

Danke dem Spritpaten: Andrew K.

Danke an meine Freunde, die das möglich gemacht haben. Die einen haben das Fahrzeug gestellt, andere waren in dieser Zeit für meine Tochter, wieder andere für meinen Hund da.

Danke an die „Homebase“, die bei jeder Fahrt dabei ist. Danke an alle Helfer, die für den Support dieser Touren sorgen. Die SpendenbringerInnen, die SortiererInnen, die ProgrammiererInnen, die IdeenumsererInnen…..

 

 

 

 

 

Auf dem Rückweg hat die Lampe vom Auto übrigens kein einziges Mal geleuchtet – also ich sag´mal klarer Fall von Selbstreparatur - oder hat Svetas weiblicher Gott da die Hand im Spiel?